Man ließ sie auf der Straße sterben – Adeline (24) Berlin

Meine Familie stammt aus Rumänien. Damals waren Abtreibungen noch strikt untersagt, was jedoch Frauen nicht aufgehalten halt, welche zu haben. Sie fanden illegale Wege. Meine Oma hatte eine — und hatte Glück. Ich weiß nicht, wie es ihr nach dem Eingriff erging, aber sie hat keine bleibenden Schäden davon getragen. Andere Frauen hatten weniger Glück. Diejenigen, bei denen Eingriff zu Komplikationen führte, verwehrte man medizinische Versorgung. Meine Mutter sagte mir, man ließ sie auf der Straße sterben.

Ich finde es erschreckend, dass unser „Abtreibungsrecht“ auf so wackeligen Beinen in Deutschland steht. Es ist mehr Verbot mit Ausnahme, als ein Recht. Es ist beängstigend dass ein paar Worte auf Papier mir verbieten wollen, selbstbestimmt zu entscheiden, was in meinem eigenen Körper vor sich geht. Insbesondere auch noch von Menschen, die körperlich nicht nachempfinden können, was eine ungewollte Schwangerschaft bedeutet.

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